Samstag, 16. August 2008

Schnell eine Deckenlampe montieren

Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute bereits meinen zweiten Eintrag mache. Aber so etwas kann ich nicht unkommentiert lassen.

Wir haben in unserem Schlafzimmer seit wir im Rössli wohnen (und das sind jetzt doch schon sieben Jahre) keine Schlafzimmerlampe; nur Nachttischlämpli. Eigentlich konnten wir - oder nur ich? - gut damit leben. Doch letzthin kaufte mein Schatz eine Lampe, welche man im Schlafzimmer aufhängen sollte - mä sött. Und der "mä sött" ist bekanntlich niemand anderes als ich, meistens.
Also gut - so mache ich mich daran, Bohrmaschine, Dübel, Schrauben, Werkzeugkiste und weitere Handwerkerutensilien zusammen zu suchen. Ja genau, suchen... Alles ist irgendwo im Rössli.
Ausser meiner Bohrmaschine ist nun alles da - aber wo könnte diese sein? Ausgelehnt? An wen? Ja, Wältis haben letzthin gezügelt... ist diese noch dort? Nur keine Zeit verlieren. Zum Glück hat heute Morgen am RCU Thomas St. aus K. den Hauswartraum aufgeräumt (vielen Dank!). So borge ich mir halt schnell die Maschine aus dem Hauswartraum. Es ist eine tolle Maschine. Beton wird zu Butter! Also, schnell anzeichnen wo die Bohrlöcher hin müssen, Bohrer einspannen und los gehts mit bohren. Aber oha lätz! Die Betondecke ist irgendwie nicht wie Butter... grobe Steine kommen zum Vorschein und machen aus dem kleinen Dübellöchli einen grossen Krater. Das erste Nerven beginnt. Nur schnell zwei kleine Löchli bohren und jetzt das? OK, weiter bohren. Beim zweiten Löchli treffe ich wohl nicht so grosse Steine, denn der Ausriss in der Decke ist etwas kleiner. Nun ein Blick in die Werkzeugkiste - und er ist da: Moltofill. Tube kneten und kneten. Deckel mal abschrauben und schauen, ob die Masse gut ist; nein, Deckel wieder zu und weiter kneten? NEIN, NEIN, NEIN! Beim Zuschrauben habe ich gleich den Verschluss kaputt gemacht. Wow, irgendwie kann ich eine gewisse Ruhe bewahren. Jetzt wird halt ohne Verschluss weitergeknetet mit der Angst, dass plötzlich die ganze Masse zum kaputten Verschluss rausspritzt. Hätte noch gefehlt... Jetzt mit der Masse den Krater auffüllen, auch das geht eigentlich recht gut. Und nun die Dübel in die Löcher. Aber was soll denn das? Die 6er-Dübel gehen nicht in die 5er-Löcher - logisch, das weiss doch jedes Kind... "Löcher aufbohren oder kleinere Dübel und Schrauben suchen?", das ist hier die Frage. Ich entscheide mich für die zweite Lösung. Nun müssen etwas längerere Schrauben dran glauben, denn durch die Krater muss ich die Dübel weiter hineinstossen. Zwei 5er-Dübel habe ich auch in der Nähe. So, diese passen. Jetzt kann die Lampenhalterung angeschraubt werden. Wo ich die erste lange Schraube einschraube überkommt mich ein komisches Gefühl - ist die Schraube zu lang oder das Loch zu wenig tief?? Nicht weiter überlegen, schrauben. Die Erste sitzt, die zweite Schraube auch - uff, die Löcher sind genügend tief. Jetzt noch das Elektrische anschliessen und die Birnen reinschrauben - Lichtschalter drücken und es leuchtet. Geschafft...

Trotz dem Licht im Schlafzimmer bin ich innerlich aufgekratzt. Irgendwie nagt es in mir, dass ich für zwei Löchli so viel Aufwand betreiben musste. Mein Handwerkerherz lässt viele Fragen offen, weshalb 6er-Dübel und 5er-Bohrer, warum die ganze Moltofill-Übung?
Diese Fragen wälzte ich anschliessend beim Staubsaugen der Wohnung. Während dem kann ich langsam herunterfahren, wie wenn der Staubsauger diese Fragen eingesaugt hätte.

Auch wenn ich etwas ärger hatte; mein Schatz ist froh, dass wir nun "richtiges" Licht im Schlafzimmer haben und sie ist happy!

3 Kommentare:

Daniela Hunziker hat gesagt…

jep ... bin wirklich sehr froh. sie ist genial, die lampe in unserem schlafzimmer. so kann ich in den dunkleren jahreszeiten kleider aus dem schrank nehmen, die auch bei tageslicht farblich zusammen passen ...
das gute an der sache ist doch, dass nebst der lampe montiert, auch gleich die wohnung gesaugt ist, was dir zum "abkühlen" geholfen hat. (muss an dieser stelle sagen, dass werni dies oft und sehr gut macht - das staubsaugen!)

Elisabeth Stettler hat gesagt…

Ich hab mich köstlich amusiert beim Lesen deines "Deckenlampe-Blog".
Da kann ich dir nur nachfühlen mit dem harten Beton. Der ist bei uns zu Hause der Grund, warum wir nur wenige Bilder aufgehängt haben. (Natürlich nicht an der Decke aber an den Wänden). Kleiner Tipp für das nächste Mal: geh in Belp ins Haushaltwarengeschäft und leihe dir eine Maschine aus und dann kannst du das echte "wie-durch-Butter-bohren-Fealing" erleben.

steffie hat gesagt…

Hallo,
toller Blog!
LG
Steffi
Deckenleuchte